Schulsozialarbeit

Gesellschaftliche Teilhabe wird nicht zuletzt darüber bestimmt, wie erfolgreich die Schule durchlaufen und abgeschlossen wird. Die schulische Entwicklung wird beeinflusst und bestimmt durch außerschulische Sozialisation, Entwicklungs- und Förderpotenziale. Die AWO fordert die stärkere Implementierung sozialer Arbeit an den Schulen, um Schüler / innen mit sozialem Unterstützungsbedarf passgenaue Hilfen anzubieten oder vermitteln zu können.

Die AWOSOZIALe Dienste gGmbH führt an diversen Haupt- und Oberschulen das niedersächsische Landesprogramm „Profilierung der Hauptschule und der Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen“ durch.

Das Programm „Profilierung der Hauptschule und der Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen“ (Durchführung sozialpädagogischer Maßnahmen zur Berufsorientierung und Berufsbildung) (Bezug: Runderlass des niedersächsischen Kultusministeriums vom 14.10.2010) baut beim Träger AWOSOZIALe Dienste gGmbH auf vier Säulen auf, die folgende Arbeitsschwerpunkte umfassen:

  1. Berufsorientierung / Berufsbildung
  2. Einzelfallarbeit
  3. Soziales Lernen
  4. Prävention

Folgende Maßnahmen können Maßnahmen an den Kooperationsschulen sein:

1. Berufsorientierung/ Berufsbildung

  • Feststehendes Beratungsangebot für die Schüler und Eltern
  • Bewerbungstraining
  • Kooperation berufsbildenden Schulen
  • Durchführung von Kompetenzfeststellungsverfahren in den Klassen 8
  • Alternativen zur Schulpflichterfüllung bei schulmüden Schülern entwickeln (z.B. Kooperation mit Jugendwerkstatt) (www.job-sozial-lueneburg.de)
  • Enge Zusammenarbeit mit der Berufsberatung
  • Enge Zusammenarbeit mit den Eltern zur beruflichen Integration
  • Kooperation mit Einrichtungen und Betrieben vor Ort, die den Übergang Schule-Beruf unterstützen u.v.m.

 2. Einzelfallarbeit

  • Feststehendes Beratungsangebot für die Schüler, Eltern und Lehrer
  • Krisenintervention
  • Durchführung von Maßnahmen zur Verhinderung von Mobbing
  • Durchführung bedarfsbezogener Einzel- und Gruppenberatungen ggf. in Kooperation und Abstimmung  mit dem schulischen pädagogischen Personal
  • Je nach Bedarfsfall (mit Thematiken wie Gewalt, Schulverweigerung, (auto-)aggressivem Verhalten):  Fallkoordination und Einberufen von Gesprächsrunden unter Mitwirkung des betroffenen Schülers, Erziehungsberechtigten, Lehrern, Jugendamt und Trägern der Jugendhilfe etc.
  • Vernetzung sowie Förderung eines konstruktiven Zusammenwirkens von Schule, Jugendämtern und Trägern der Kinder- und Jugendhilfe.
  • Vermittlung zu Hilfsinstitutionen wie z.B. Jugendamt, Sozialraumteam, MaDonna, drobs, Erziehungsberatungsstelle und ProFamilia
  • u.v.m.

3. Soziales Lernen

  • Planung und Durchführung von Projekttagen zur Entwicklung von Schlüsselqualifikationen wie: Kommunikationsfähigkeiten, Erweiterung der Frustrationstoleranz, Selbsteinschätzung und Selbstwert
  • Projekte von außen organisieren
  • Beratung des Lehrers
  • Stärkung der Klassengemeinschaft durch Klassen-, bzw. Gruppengespräche
  • Unterrichtseinheiten vorbereiten und ggf. durchführen
  • Durchführung von Mediationsgesprächen zwischen Konfliktparteien
  • Gespräche / Intervention bei Mobbing (No-blame-approach)
  • Unterrichtseinheiten zu Mobbing 
  • u.v.m.

4. Prävention

  • Veranstaltungsangebote zu den Themen: Familienplanung, Sexualität, Drogenberatung, neue Medien u.ä. in Vernetzung mit den ansässigen Beratungsstellen
  • Gewaltpräventionsangebote für Jungen und Mädchen
  • Regelmäßiges pädagogisches Theaterangebot zu Themen wie Mobbing, Rassismus, Sucht etc. in Zusammenarbeit mit dem Schauspielkollektiv Lüneburg
  • u.v.m.

Welche Maßnahmen an der jeweiligen Schule durchgeführt werden, können Sie gerne direkt bei der Schule bzw. dem jeweiligen Schulsozialarbeiter erfragen. In folgenden Schulen ist die Maßnahme „Profilierung der Hauptschule und der Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen“ im Landkreis Lüneburg über AWOSOZIALe Dienste gGmbH abgedeckt:

Landkreis Lüchow-Dannenberg: