Aufgaben und Leistungen

  • Kostenlose Beratung in Einzelgesprächen
  • Unterstützung bei Behördenangelegenheiten
  • Hausbesuche und Krisenintervention
  • Familiengespräche und Angehörigenaufklärung
  • Fortbildungen zu betreuungsrelevanten Themen
  • Ehrenamtliche Hilfestellung bei Problemen, die sich im Rahmen der Betreuung ergeben
  • Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch
  • Vermittlung an andere Fachdienste
  • Fachliche Austauschmöglichkeiten 

Wir eröffnen Chancen!

Wir unterstützen Menschen, indem wir ihnen aus hoffnungslosen Situationen heraushelfen, funktionierende Netzwerke aufbauen, Potenziale wecken und Ressourcen nutzbar machen, Wege zur finanziellen Absicherung und Entschuldung aufzeigen. Zur Betreuung gehören nicht: pflegerische Tätigkeiten, Fahrdienste oder beispielsweise das Einkaufen.

Ich will Betreuer werden!
Jeder Mensch kann jederzeit in eine ungünstige Situation geraten und Unterstützung benötigen.Wenn Sie sich geeignet fühlen, anderen Menschen in schwierigen Lebenslagen zur Seite zu stehen, dann tun Sie dies als ehrenamtlicher Betreuer! Wir bilden Sie zum ehrenamtlichen Betreuer aus.

Die Arbeit des AWO Betreuungsvereins unterliegt den gesetzlichen Richtlinien für Betreuungsvereine (§§ 1908 ff BGB).
Zweck des AWO Betreuungsvereins ist die Betreuung hilfebedürftiger Personen im Rahmen von Vereinsbetreuungen durch fachlich geeignete Mitarbeiter/innen gem. §§ 1897 Abs. 2 u. 1900 Abs. 2 BGB. Der Vereinsbetreuer/ die Vereinsbetreuerin wird vom Vormundschaftsgericht Dannenberg in bestimmten Aufgabenkreisen (Vermögenssorge, Gesundheitsfürsorge, Heimplatzssuche, Behördenangelegenheiten etc.) bestellt.

Zweck ist weiterhin die planmäßige Gewinnung , Beratung, Unterstützung, Aus- und Fortbildung geeigneter ehrenamtlicher Betreuer/innen. Ein Großteil der geführten Betreuungen wird von Angehörigen geführt. Diese Angehörigen benötigen Unterstützung in betreuungsrechtlichen Fragen.

Die Aufgaben eines Betreuers/ einer Betreuerin werden vom Vormundschaftsgericht in den jeweiligen Aufgabenbereichen bestimmt. es wird zwischen der Personen- und der Vermögenssorge unterschieden.
Die Personensorge umfasst im Wesentlichen die Gesundheitsfürsorge und Fragen, die mit dem dauerhaften Aufenthalt eines Menschen verbunden sind, z.B. Wohnungsangelegenheiten und die (gegebenenfalls auch geschlossene) Unterbringung in einer Einrichtung.
Die Vermögenssorge beinhaltet die Regelung finanzieller Angelegenheiten. Dies kann die Verwaltung des Vermögens sein oder eine Schuldenregulierung. Eng verbunden mit der Vermögenssorge sind die Rechts-, Antrags- und Behördenangelegenheiten, z. B. Sicherung der Heimkosten oder Anträge bei Arbeitsagentur und Krankenkassen.

Im Mittelpunkt der Betreuung steht immer das Wohlergehen und die Würde des betreuten Menschen. Drei Leitgedanken bestimmen das betreuerische Handeln:

  • Aktivierung vorhandener Möglichkeiten
  • Klärung vorhandener Ressourcen und Erhaltung verbliebener Möglichkeiten
  • Verhinderung bzw. Verlangsamung von Abbauprozessen

Das Betreuungsrecht nennt als Voraussetzung für die Betreuung, dass ein/e Volljährige/r aufgrund einer psychischen Krankheit oder einer körperlich, geistigen oder seelischen Behinderung seine angelegenheiten ganz oder teilweise nicht erledigen kann (§ 1896 BGB). In erster Linie sind hier folgende Personengruppen gemeint:

  • geronto-psychiatrisch erkrankte Menschen (altersbedingte Abbauprozesse)
  • psychisch kranke Menschen (Psychosen)
  • geistig behinderte Menschen
  • Suchterkrankte (legale und illegale Drogen)

Die erforderlichen Geld- und Sachmittel werden beschafft durch

  • Entgelte (Aufwendungsersatz und Vergütung gem. §§ 1835 und 1836 i. V. m. § 1908e BGB)
  • Zuschüsse des Landes Niedersachsen für Beratung und Fortbildung von ehrenamtlichen Betreuer/innen
  • Spenden
  • Fortbildungshonorare für Seminare des Betreuungsvereins